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Ich habe lange darüber nachgedacht ob es sinnvoll ist, auch dieses Inselgeheimnis zu lüften. Eigentlich sollte ich dieses Geheimnis für mich behalten, zumal es außer mir nicht viele kennen. Selbst der Gatte tippt sich an die Stirn und zweifelt an meiner Zurechnungsfähigkeit. Dies allerdings gehört bei uns sowieso zum guten Ton und ist daher kein ausreichender Grund, das Geheimnis für mich zu behalten.

Und ich frage mich: Liegt es nicht im Wesen eines Geheimnisses, entdeckt zu werden? Und ist es nicht geradezu der Sinn eines Geheimnisses verraten zu werden? Haben wir nicht genau deshalb Geheimdienste erfunden, die nach unseren Geheimnissen suchen? Und haben wir nicht Geheimschriften erfunden, um sie sogleich wieder zu entziffern und sichtbar zu machen? Was könnte es schöneres geben, als Mitglied eines Geheimbundes zu sein, Geheimniskrämerei zu betreiben, oder mit guten Freunden, die Geheimnisse von weniger guten Freunden, auszuplaudern?

Eben.

Daher werde ich nun eines der wirklich interessanten Inselgeheimnisse ausplaudern:

Es ist ja nun so, das Island nicht wirklich eine Elfenbeauftragte hat, sondern die ältere Dame nur gelegentlich mit einem klitzekleinen Baugutachten befragt wird, ob evtl. isländisches Kulturgut vernichtet würde. Dazu gehören diverse Steine etc., die vermutlich von Elfen bewohnt werden. Weil es in Island nur wenig Einwohner gibt, wird auch versucht, auf wirklich alle Befindlichkeiten einzugehen, und also befragt man auch die alte Erla.

Überhaupt verdient man in Island ja allerhand Geld mit Elfen-Landkarten, Elfen-Postkarten und Elfenführungen. Und dies ging den Elfen einfach zunehmend auf den feinstofflichen Geist.

Hier kommt jetzt meine Insel ins Spiel: Ein kleines Elfenvölkchen ist einfach dem Elfentourismus entflohen und hat sich hier bei uns nieder gelassen. Klammheimlich haben sie ihre Socken gepackt und sich auf den langen Weg zur Ostsee gemacht, den sie bequem auf den Rücken der Zugvögel reisten. Daher ist hier Mitleid mit den Elfen völlig überflüssig. Sie brauchen kein Visum, sie ertrinken nicht auf Flüchtlingsdampfern und sie können als illegale auch nicht verhaftet oder gar ausgewiesen werden.

Fröhlich haben sie ihre neuen Behausungen bezogen und gelegentlich habe ich das große Vergnügen, eine davon zu finden. Man unterscheidet hierbei Elfenhäuser von Elfenhöfen. In den Höfen leben die Großfamilien, die ausschließlich aus Wahlverwandten bestehen. In den Elfenhäusern hingegen wohnen die weisen Einzelgänger, die aber natürlich nicht alleine dort leben, sondern sich mit Gnomen und Trollen umgeben.

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Bevor Sie nun lächelnd den Kopf schütteln: Ja…. klar…. die letzten beiden Elfenhöfe könnte man mit Kaninchenbauten verwechseln. Aber das ist natürlich vollkommen lächerlich, denn der Kenner weiß genau, wie man einen Kaninchenbau von einem Elfenhof unterscheidet.

Na…. ahnen Sie es?

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