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…. sind gestrig also von einem großen Transporter mit Anhänger wieder abgeholt worden, da die Rappsblüte nun endgültig vorbei ist. Sie wurden allerdings sofort zur nächsten Baustelle verbracht, nämlich zur Lindenblütenernte irgendwo auf dem Festland.

Kein Urlaub, keine Entspannung, kein Überstunden Abfeiern. Gleich weiter schaffen. Da hab ich es deutlich besser.

leiharbeiter

Der Imker meint, die Rappsblüten-Bienen würden zum größten Teil gar nicht mehr leben und klärt mich darüber auf, dass so ein Bienchen sich drei Wochen zu Tode arbeitet und dann stirbt. Den Lindenblütenhonig machen nun schon die nachfolgenden Bienen. Nur die Winterbienen haben es recht gut, denn die faulenzen einige Monate bevor sie dahinscheiden.

Gerechtigkeit ist offenbar eine rein menschliche Erfindung und scheint der Natur fremd – so wie den meisten von uns ja dann letztlich auch wieder – .

Kurz nach den Leiharbeitern verlasse leider auch ich die Insel und werde fleißig herumreisend arbeiten und meinen persönlichen Honig sammeln gehen. Allerdings habe ich nicht vor, nach der Arbeit tot um zu fallen. Mir steht mehr der Sinn nach derber Faulenzerei wenn ich wieder zurück bin.

Derweil wird der Spatzen-Kindergarten unter dem Dach unseres alten Schweinestalls sicher flügge, die Nachbarn werden weiterhin verzweifelte obdachlose Schwalbenpaare vertreiben, Wespen unser Haus nach Belagerungsmöglichkeiten absuchen und der Gatte wird den Hund  bespaßen. Ich ziehe jetzt die geliebten Flip Flops aus und tausche sie gegen den feinen Zwirn. Mit leichtem Seufzen winke ich dann dem Dorf bevor der Zug mich über die Brücke fährt. Hinter der Brücke schalte ich dann emotional um auf business. Das ist ein funktionierender Selbsterhaltungstrick von mir, der mich vor diesen Seufzereien bewahrt.

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