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Linsen machen glücklich, sagt die Freundin aus Vienna. Natürlich habe ich das überprüft und natürlich hat sie recht. Ich liebe Linsen in jeder Form. Lediglich Schokolinsen lasse ich links liegen, denn ich hab es nicht so mit süß.

Der Hund macht mich auch glücklich. Er ist nicht ganz so leicht zu handhaben wie ein Schälchen Linsensalat, aber dafür rennt er deutlich schneller. Täglich wird das Tier ans Meer gekarrt, um dort nach Fischresten zu suchen, sich auf der Sandbank meines Vertrauens (wildfrei) auszutoben, und um mein Herz auszulüften. Im Auto repetiere ich mein Lieblingslinsengericht und singe laut, mit Nina Hagen gemeinsam, Mantras. Ich denke, das paßt perfekt in diese gleichförmige Landschaft, von der Freunde gelegentlich fragen: wie findest Du dich hier nur zu recht? Die Feldwege sind in rosafarbenen Nebel gehüllt und gelegentlich halte ich singend an, um stumme Zwiesprache mit herumstehenden Rehen zu halten.

Derweil sitzt der Gatte im heimischen roten Backstein herum und zerbricht sich den Kopf über sein make-up. Das morgen stattfindende Samhain-Fest macht dem Gatten also Kopfzerbrechen und mich macht es glücklich. Lange schon geistert in meinen Erinnerungen der Petticoat herum, den ich vor 25 Jahren in Berlin erstand und den ich tatsächlich bei meinen ersten Jobterminen trug. Der damalige Petticoat war schwarz mit hellblauen Seidenbändern durchzogen und ich trug ihn mit langem schwarzen Wollpulli und Mary-Poppins-Stiefeln. Heute bin ich so derart brav und angepasst, dass ich schon lange darüber nachdenke, ob ein Petticoat wohl helfen könnte?

Auf diese Frage gab es natürlich nur eine Antwort und das dicke JA in schwarz-gelb liegt nun auf dem Sofa herum und harrt seiner Ankleidung. Merke: Petticoats machen auch glücklich (welche Frau will schon Perlenketten?)!

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