Schlagwörter

, ,

ist mir zumute. Draußen tobt der Sturm und das Möchtegernwindhundfräulein nebst meiner Wenigkeit… wir stemmen uns also trotzig gegen den Wind und lassen uns Sand ins Gesicht wehen. Die Insel versinkt in Dunkelheit und mein Gemüt auch. Möwen und Bussarde regnen tot vom Himmel, das Schweine-KZ im Nachbardorf stinkt zum Himmel und ich starre erfolglos zu selbigem, der nur in ganz wenigen Momenten aufreißt, um mal ein bisschen Sonne durch zu lassen.

Der Jäger im Dorf hatte ja gewarnt, dass die Winter hier rauh und einsam seien. Dies hat mich nie gestört, denn es war exakt das, was ich suchte. Nun also ist es rauh und die Freunde sind weit weg.

Die Freundin ist in Bahrein, der Kollege auf Fuerte, der Vater im Krankenhaus und ich kann das ganze Jahresendgedöns nicht gut aushalten. Mein Herz schwächelt und meine Seele ist trüb. Vorbei mit dem Sprachwitz und dem sonstirgendwiegearteten Humor. Ich bin grad trüb und mich rettet dann immer nur die Wut. Auf die Wut habe ich aber gerade überhaupt keine Böcke, also umschiffe ich die immer wuttauglichen Schlagzeilen und pflege üble Launen. Dumm nur, dass ich baldigst wieder zum Arbeiten aufbreche und von Inselanien nach Bankfurt, nach Minga, nach Ostland aufbrechen darf. Einzig das Inselchen der Oper in der Puddingstadt wird mich trösten auf meiner Rundreise. Und der zwanzigste…. an dem ich zurückkehre auf die dunkle, rauhe Insel, um dann endlich in die Arme des Liebsten und des Jahresendgedöns zu fallen.

IMG_7669

Advertisements