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dick eingepackt in dem sonnigen Sturm am Meer laufen. Tief die salzige Luft einatmen und Sand zwischen die Zähne bekommen. Zu laut ist der Wind für gescheite Dialoge und so schweigen der Mann und ich still und lauschen dem Toben.

Morgen schon sitze ich im Zug – so ich von der stürmischen Insel überhaupt runter komme. Morgen schon bin ich wieder im Krankenhaus den Vater besuchen und werde zurückschleichen über den Weihnachtsmarkt, Menschen noch einmal ausweichen.

Übermorgen schon, werde ich die hochhackigen wieder tragen und das schwarze Kostüm. Lustig und schlagfertig Widerworte gegen Einwände geben und mich dann auf der Heimfahrt von Minga fragen, ob es denn gut gewesen sei.

Überübermorgen schon werde ich im Krankenhaus den Vater besuchen und die literatisiernde Freundin endlich in der Puddingstadt wieder sehen, und abendlich mit der sonnigen und der anderen Freundin einen „Mädchenabend verbringe. Und überüberübermorgen werde ich endlich mit der anderen Freundin in die Oper entschwinden und bis in die Nacht ratschen. Irgendwo dazwischen muss ich unbedingt die haarige Freundin mit den unenendlich langen Rastazöpfen sehen, damit wir die weltenlage eruieren. Nächtens werde ich mich im Gästebett herumwälzen und mich fragen, wann ich endlich die austrianische Freundin wieder besuchen kann.

Überüberüberübermorgen oder irgendwann dann halt, werde ich wieder auf die Insel kommen und den Sturm suchen.

 

 

 

sandstrum1

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