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… waren die letzten Arbeitstage diesen Jahres, in denen ich zwischen Inselanien, Bankfurt und dem Paradies herumpendelte. Mit und zu so vielen Menschen habe ich gesprochen die letzten Tage und einige davon waren lang. Ganz entgegen meiner Gewohnheiten habe ich mich auf eine Weihnachtsfeier einladen lassen, in der zwanzig Menschen Käsefondue kochten, sangen und auf herrlicher Terrasse über herrliches Städtchen blickend, wundersame Geschichten gehört und erzählt haben.

Die schönste Geschichte erzählte mir ein entfernter Kollege als er meinte, ich hätte ihm vor drei Jahren das Leben gerettet. Ich kann mich gut an den Abend damals erinnern, als wir den Gastronomen nervend, alleine stundenlang im Restaurant saßen, und die Scherben auflasen, in die sein Leben zerborsten schien. Nun bin ich dankbar, dass ich wenigstens einmal im Leben etwas so derart richtig gemacht habe, dass jemand es Jahre später für erwähnenswert hält.

Mit diesem warmen Gefühl fuhr ich bei gleißendem Sonnenlicht aus dem schönen Städtchen via Berlin und Hamburg zurück nach Inselanien. Hier stürmt es heftig bei warmen Temperaturen und die Zentrale der Weltherrschaft wurde von herrlichen Wikingern neu aufgebaut. Das Richtfest hat der Herzensmann alleine mit den Wikingern gefeiert und er schwört, sie hätten gesungen in der letzten Arbeitsstunde vor den Richtfeierlichkeiten. Zu gerne wäre ich dabei gewesen, aber ich stand vortragend anderswo und verfolgte heimlich am Handy die übers-Dach-Hebung des neuen Spielhäuschens. Wie im abgerissenen alten Schweinestall auch werden wir dort schmutzen, Wände bemalen, Sägen, Rauchen und unsere kleinen Weltensichten immer wieder neu definieren und verwerfen.

Draußen also tobt Sturm und in wenigen Tagen schon wird wieder ein Jahr vorbei sein. Wie jedes Jahr, werde ich Rückblicke konsequent verweigern oder auch nicht.

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