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wie ich jetzt weiß, denn eine Freundin schickt mir das Beweisfoto mit zwei herrlich kleinen Jungs, die gemütlich Brioche futternd im Einkaufswagen sitzen. Zwar fühle ich mich zu alt, aber vielleicht sollte ich doch mal die Adresse dieses Einkaufsparadieses ansteuern. Nein… ich bin ja Patentante…. oder Patenoma…. das reicht jedenfalls, um Kindern schreckliche Schimpfwörter beizubringen, um sie mit den zaunüberspringenden Ziegen des Dorfes bekannt zu machen, um mit ihnen hinter Monstern (pupsenden) herzujagen und um mit ihnen Katzen so zu streicheln, das jene nicht kratzen können (es sei denn… mich).  Also jenen Supermarkt werde ich nicht aufsuchen, denn ich danke meiner Freundin Ninja, dass ich ein bisschen Ersatzoma sein darf, ein bisschen Kinderverderber und ich genieße die Kür und hatte keine Pflicht.

Die Kür allerdings hat zu einigen Kettenreaktionen geführt. Angefangen hat die Kettenreaktion damit, dass ich morgendlich im inselanischen Kaufhaus allerlei Paket und Verschickungsmaterial am Postschalter erstand, der sich allerdings hinter der Abteilung mit den hoch aufgestapelten Froteehandtüchern versteckt. Meine Eskimojacke ist für diese Tage nicht nur zu warm, sondern auch zu voluminös und so krachten anderthalb Meter aufgestapelte Handtücher zu Boden, als ich durch den engen Wühltischgang lief. Beim Aufheben der Handtücher riss ich natürlich sogleich die nebenan postierten Stricknadeln herunter und als ich dann endlich am Schalter stand wusste ich noch nicht, dass nach der mittäglichen Päckenpackorgie mein Handy verschwunden sein würde. Eilig rief der Herzensmann im inselanischen Kaufhaus an, um die Postsendung zu stoppen, natürlich ohne Erfolg und so rätselten wir, welcher unserer Freunde uns wohl anrufen würde, um mir die Ankunft meines Handys mitzuteilen. „Surrender“ war meines Jugendhelden Wahlspruch und so gab ich mir der unglaublich unfassbaren Vorstellung hin, fünf Tage ohne dieses Teil zu leben, das ja ursprünglich nur zum telefonieren gedacht war. Unnötig zu erwähnen, dass nach meinem Aufgeben, das Telefondingens, auf stumm geschaltet (wer war das???)  in meiner Handtasche (ja, die ist so groß, dass ich damit flüchten könnte) wieder auftauchte.

So konnte ich also entspannt heute wieder mit dem Hund auf dem Deich spazieren, aber nein….. die Dame mit den wilden fünf Hunden war da, die gerne Jagd auf Hunde machen. Und nein: die wollen nicht spielen! Das Fräulein bewegt sich also keinen Meter mehr und als ich – remember: Surrender – aufgab, um sie zum Auto zu zerren, rissen sich promt zwei der fünf bissigen Monster los und jagten uns. Diesmal allerdings war ich bis aufs äußerste entschlossen und konnte sie auf zwei Meter Distanz halten, bis sie sich wieder trollten. Also rein ins Auto und zum nächsten Deich…. aber nach fünf Minuten Rennerei des Möchtegernwindhundfräuleins schossen hinter dem Deich die Jäger. Also wieder ins Auto rein und nach Hause gefahren.

Unnötig zu erwähnen, dass fast-Vollmond-nächtens beim letzten Gang zum Acker, im Nachbardorf die Feuersirene anging. Für mich klingt das, wie Bombenalarm (den ich nie erlebt habe….wg des Alters), aber die Feuerwehr rückte sofort an…. und das arme Pechvogelfräulein ging schnurstracks nach Hause.

Nur gut, dass morgen die stille und heilige Nacht ansteht….. da schleichen wir bei fast-Vollmond ans Meer und hoffen auf friedliches Rennen.

santaklausi

 

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