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obwohl er es sich fest vorgenommen hatte, still zu sterben.

Der Winter hatte viel zu lang gedauert und er merkte, dass seine Sehkraft nachgelassen hatte, als er mit den ersten längeren Tagen wieder ins Freie gegangen ist.

Er wusste, dass er den Sommer nicht mehr erleben würde, aber er genoss jede Minute, in der er im Grünen saß und still die Augen geschlossen hielt, die vor drei Tagen dann völlig erblindet waren.

Schlimmes hatte man ihm erzählt, was passieren würde, wenn die Sehkraft ihn verließe und er hat dann weise gelächelt und „schaun wir mal“ gedacht.

Still richtete er seinen Kopf nach der Sonne aus, saß den ganzen Tag am Deich und streckte gelegentlich die Nase in die Luft, wenn der Wind ihm eine Prise Salz herüber schickte.

Bis zum Abend wollte er dort sitzen, jeden einzelnen Sonnenstrahl im Gesicht auskosten und in seinen Erinnerungen über die Insel wandern.

Das grausame Schicksal kam völlig unerwartet und traf ihn so unerwartet schmerzhaft, dass er laut aufschrie. Er wehrte sich gegen den brennenden Schmerz, gegen die brechenden Knochen und nahm jedes Stückchen Sauerstoff in sich auf, während er doch gleichzeitig so schrecklich schrie.

Sein Schreien blieb nicht ungehört und weinend habe ich mich in Grund und Boden geschämt, dass ich mit den Augen am Himmel statt am Boden war und nicht richtig auf den angeleinten Hund aufgepasst habe.

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