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nachdem ich mein schreibtischendes Tagwerk erst gegen 23 Uhr beendet hatte, soifzend weil wieder kein Meer gesehen und schnell noch mit dem möchtegernwindigenFräulein losgezogen, bevor das Inferno ausbräche.

Aber letztlich ist das Gewitter auf See nieder gegangen und wir haben nur den Anblick von weit entfernten Blitzen genossen. Das Fräulein, deren 327. Name „Wetterfröschli“ ist, hat über eine Stunde gepanikt, einfach weil ein Gewitter auch in 20 km Entfernung immer noch ein Gewitter ist. Wieder schießt mir durch den Kopf, dass Menschen, die nur glauben was sie sehen, schrecklich einfältig sind, denn unsere Wahrnehmung ist mehr als beschränkt und weil wahr nehmen noch lange nicht wahr ist.

Landleben macht stumm zuweilen und so gehen wir mitternächtens in die neu aufgebaute Zentrale der Weltherrschaft, reißen die Terrassentüren auf und setzen uns auf Gewitter hoffend in die blaue Nacht. Vor uns der Birnbaum, der maßgeblich durch seine Früchte zum Kauf des uralten Miniaturhäuschens beitrug, und das kleine Apfelbäumchen. Es steht geduckt neben dem Birnbaum, der von einem großen Holunder umgarnt wird und der ebenso schon unter der Last kleiner Birnen stöhnt.

Ichso: heute entscheiden die Briten über Gehen oder Bleiben.

Erso: ah ja… stimmt, wie ist es ausgegangen?

Ichso: die Wahl ist gerade zu Ende gegangen. Morgen früh sind wir schlauer.

Erso: Es wird viele Äpfel geben im Herbst.

Ichso: die Äpfel kann man ja eigentlich erst Ende September genießen.

Erso: Und wenn die Engländer gehen, VW zusammenbricht und der letzte Arzt hier weg zieht…. Mir wurscht….

Ichso: der verregnete Herbst war so wunderbar erträglich mit den schneeweißen Schneewitchenäpfeln…

Erso: wir sollten hier bald mal im Gartenhaus schlafen.

Bonne nuit!

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