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… genieße ich jede freie Sekunde mit dem alternden Möchtegernwindhundfräulein. Zwischen Kofferpacken-Besuch-Arbeit-Festland-zeitfressenden Projekten-usw.immerdasgleiche….. flanieren wir auf den Deichen und ich lasse das alte Mädchen zu Wasser – jedenfalls bis zum Bauch, denn weiter findet sie es lebensgefährlich.

Der Mann ist geschmeidig und hat locker mal 20kg abgespeckt, er ist ansteckend vergnügt und abendlich seufzen wir hinter dem Haus auf der bielefelder Bank und starren in den Himmel voller Geigen und können unser Glück nicht fassen.

Täglich nehme ich mir vor, zu bloggen, schreibe im Kopf die Einträge, schreibe im Kopf noch den Beginn zweier Romane und handel mir eine Buchrezension ein, die ich natürlich im Kopf auch schon fertig habe.

Desweiteren erledige ich im Kopf meine Mailkorrespondenz, meine Jobvorbereitungen, meine Steuer und meine seit Jahren brachliegende Homepage natürlich auch, ebenso wie Hausarbeit und Kontaktpflege. Als mich das Finanzamt an meine Umsatzsteuer erinnert, bin ich kurz davor, wütend eine „hab ich doch schon erledigt“-Mail zu schicken, als mir gerade noch einfällt, dass ich das nur im Kopf erledigt habe. Mir fehlt einfach die Zeit, obwohl ich wirklich guten Willens bin, die fürs Leben notwendige preußische Disziplin zur Erledigung meiner Pflichten, aufzubringen. Aber ich komme einfach zu nichts. Zu viele Rehe stehen vor mir und schauen mich an, zu viele Stunden vergehen beim Herumschlüren mit dem alten Fräulein, viel zu lange muss ich in Sternenhimmel schauen, und natürlich gibt es eine wilde Party im Dorf, bei der wir bis nächtens um drei zu alten Headbangern tanzen und nach 30 Jahren mal wieder Kräuter durch die Luft jagen und dann endlich verstehen, dass hier eh nie einer die Polizei rufen wird. Unnötig zu erwähnen, dass wir nun noch am Weststrand eine kleine Bar entdeckt haben, die sich in einem Container versteckt und die eben Cocktails farblich passend zum Sonnenuntergang reicht.

getrank

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