Schlagwörter

, , , ,

und dann frage ich mich, wer ich mal war und finde keine Antwort. Vermutlich gab es mich früher gar nicht und das Gedächtnis ist ein Scherz das das Leben mit uns macht, um uns vor zu gaukeln, dass es Zeit gibt. Wenn ich meine Erinnerungen frage, dann sehe ich Bilderfetzen und frage mich, wer ich damals war. Keine Ahnung. Ich fühle hinterher…. Fühle Erinnerungsfetzen und werde nicht schlauer.

Wenn ich so wie jetzt, den unruhigen Schlaf des Hundes bewache, schaue ich mir alte Fotos an. So wie das untenstehende aus dem Jahr 2012. Ich saß abends in einem hamburger Hotel und dachte, so müsste Luhmann das mit dem Re-Entry gemeint haben. Aber sicher war ich mir nicht.

Dem Hundefräulein geht es heute sehr schlecht, sie findet keinen Schlaf, springt wimmernd hoch und schaut mich an. Vermutlich werden wir das frisch abgesetzte Antibiotikum und das reduzierte Cortison wieder hoch schrauben müssen. Aber oben im Haus türmen sich die Dinge, die ich morgen früh in den Koffer packen muss. Schwer bepackt werde ich für zwei Wochen aufbrechen. Frankfurt-Schwäbisch-Hall-Frankfurt-Jena-Frankfurt-Koblenz-Inselanien. Ich werde mit vielen Leuten sprechen in den nächsten zwei Wochen und es wird sicher lustig und interessant. Aber mein Herzzipfel hängt auf Inselanien und zittert bange, ob alles gut gehen wird bis ich wieder da bin. In den schlimmen Momenten werde ich mich im Hotelzimmer vor den Spiegel setzen, hineinblicken und mich fragen, wer ich mal war und wer ich wohl mal sein werde.

e2012imhotel

Advertisements