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Frostig und vernebelt schaust Du mich an.

Weißt Du, mir liegen Abschiede gar nicht. Manchmal aber selten, löse ich mich dann in Tränen auf. Manchmal, aber schon häufiger, atme ich erleichtert aus. In Deinem Fall, so muss ich gestehen, ist mir der Abschied völlig egal.

Du hast in mir keine Spuren hinterlassen. In vielen Dingen hast Du für Klarheit gesorgt und geholfen, die Spreu vom Weizen zu trennen. In anderen Angelegenheiten bist du mir einfach auf die Nerven gegangen und hast Dich als anstrengend erwiesen. Daher kannst Du nun endlich verschwinden. Leg Dich nieder, oder wandere aus, mach was Du willst, aber zieh Leine.

Ja, ich drück Dich nochmal. Draußen steht Dein gepackter Koffer. Ich hab alles was Dir gehört reingepackt und noch eine kleine Wegzehrung hinzu gelegt. Sollst ja nicht hungern in den letzten Stunden Deines Aufenthaltes bei uns.

Müsste ich Dir ein Zeugnis schreiben, so stünde darin „es hat sich bemüht“.  Aber einen Abschiedskuss will ich Dir geben. Denn ich bedanke mich von Herzen bei Dir, dass Du mir das alternde Möchtegernwindhundfräulein gelassen hast.

Ich hoffe, Dein Nachfolger wird etwas sonniger und liebevoller.

Mach es gut, altes Jahr. Ich muss mich jetzt umziehen, um das neue zu begrüßen.

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