Samstags laufen wir (Frauen) ums Dorf und sammeln Müll. Das ist jährliche Tradition in Schleswig-Holstein und es ist wirklich erstaunlich, was sich in den Gräben, auf den Wegen und Wiesen so alles findet. Zumeist sind es weggeworfene Kotbeutel, Dosen, Plastikflaschen, Socken, Schlappen und es findet sich auch mal ein Eisenrohr oder ein Straßenpoller.  Die Strandkorbbesitzer wienern in den Hallen die Strandkörbe und Bagger schaufeln Tang von den Stränden. Die Insel putzt sich heraus, denn es gibt Frühjahrsferien und alles lechzt nach Licht und milden Lüften.

Fasane stolzieren wieder durchs Dorf und auf den Bäumen sitzen die Krähen, die nicht sicher sind, ob es nochmal Frost gibt.

Eine Woche habe ich durchgeatmet, bin stundenlang mit Palma über die Deiche gelaufen, habe mich über so manchen insulanischen Querkopf aufregen wollen, es dann aber doch gelassen. Ich bin in einem Alter, wo sowas Spuren im Gesicht hinterlässt. Überhaupt wird mir mit zunehmendem Alter immer deutlicher, wie wenig ich darauf vorbereitet bin.

Jetzt packe ich die Koffer für 14 Tage, reise durch die Republik und vermisse Inselanien, den Mann und Palma jetzt schon.

Brink abends

 

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