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So schnell ist der Sommer vergangen und seitdem irgendwie alles anders geworden ist, scheint auch mein Zeitgefühl vollkommen abhanden gekommen zu sein. Ich lebe in einer Blase aus „jetzt“ und nehme dies verwundert zur Kenntnis.

Bekannte und Freunde zeigen neue Gesichter. Ängstliche Gesichter, verzweifelte Gesichter, trotzige und fröhliche Gesichter. Nicht alle sind mir so lieb wie vorher und sicherlich gilt dies umgekehrt auch. Mit Erstaunen nehme ich zur Kenntnis, dass einige, die Wert auf kritische Toleranz legten, nun emotionale Notfallreaktionen („davon verstehst Du nichts“) zeigen, wenn man ihnen nicht gleich zustimmt.

Ich bin gelassener geworden und ziehe mich schneller zurück wenn ich merke, dass Beziehungen nicht tragen. Ich bin reich an freier Zeit geworden, denn mein Business ist erst mal ganz weit runter gefahren. Ich bin 14 Kilo leichter geworden, weil ich in Zeiten des Lockdowns als alle mehr zu Hause saßen und fraßen, das Essen krass reduzierte und an den leeren Stränden der geschlossenen Insel flanierte.

Palma hatte vom Galgofreund und ich von der dazugehörigen Frauchenfreundin Besuch und wir waren täglich schwimmen, haben uns gebräunt, gelacht, die Zeiten verhöhnt und uns auf Mini gefreut, die wir nun übermorgen von der holländischen Grenze abholen. Sie war mit wenigen Wochen mit einem Strick in den Bergen aufgefunden worden und wurde nun vom Tierschutz gepäppelt, geimpft und tritt morgen ihre lange Reise an.

Die Aufregung steigt im Hause Meertau.

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